Keine Mehrkosten bei erkennbar unvollständiger Leistungsbeschreibung

OLG Düsseldorf, Urteil vom 24.03.2015, 21 U 136/14 (IBR 2015, 294)

Soweit eine Leistungsbeschreibung unvollständig ist und der Auftragnehmer dies erkennen kann, kann er spätere Mehrkosten nicht geltend machen. Dies gilt zumindest dann, wenn er aufgrund der fehlenden Angaben im Leistungsverzeichnis sein Angebot auf eigenen Schlussfolgerungen begründet, die er dem Auftraggeber nicht offenlegt und die sich in der Folge als nicht bestehend herausstellen. Er hätte den Auftraggeber auf die fehlenden Angaben hinweisen müssen, um eine sichere Kalkulationsbasis zu erhalten.